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Johann Elias Veith

 

Johann Elias Veith wurde 1789 in Kuttenplan geboren, über Jugend und Studium ist wenig bekannt. Er studierte in Wien Chirurgie, wurde 1816 Magister der Chirurgie und  erhielt 1818 eine Assistenzstelle am Allgemeinen Krankenhaus. 1821 wurde er als Pensionär am Tierarzneiinstitut aufgenommen und war ab 1822 als Correpetitor tätig.

Auch Johann Elias Veith konvertierte wie sein Bruder Johann Emanuel Veith

(*1787) und wurde am 14. May 1818 in der erzbischöflichen Kurkapelle bei St. Stephan getauft.

Bereits 1823 wurde J. Elias Veith zum Professor der Chirurgie ernannt, er unterrichtete Naturgeschichte der Haustiere und gerichtliche Tierheilkunde.

 

Er gab das Handbuch der Veterinärkunde seines Bruders J.Emanuel Veith in dritter (1831) und vierter Auflage heraus und publizierte selbst als Novum auf dem Gebiet der Veterinärwissenschaften ein Handbuch der gerichtlichen Tierheilkunde.

Am 6. Jänner 1824 heiratete J. Elias Veith, zu diesem Zeitpunkt schon wohlbestallter Professor am Tierarzneiinstitut, die am 2. Dezember 1805 geborene Emilie Edle von Seyfried, die Trauung wurde von seinem Bruder Johann Emanuel Veith, dem Redemptoristenpater vollzogen.

Dieser Ehe entstammten 5 Kinder, bei einigen spendete Johann Emanuel Veith das Sakrament der Taufe. Im Jahr 1855 wurde J. Elias Veith am Tierarzneiinstitut pensioniert, übte aber weiterhin eine frequentierte ärztliche Praxis aus. Er übersiedelt auf den Lobkowitzplatz 1 in der Inneren Stadt. Noch im Jahre 1883 praktiziert Veith als Homöopath und Magister der Chirurgie, nicht jedoch als Tierarzt.

Auf homöopathischen Sektor gibt er in der Zeitschrift des Vereines der homöopathischen Ärzte Österreichs eine Sektionsanleitung für Hunde heraus, um Arzneimittelprüfungen durchführen zu können. Veith zählt somit zu den Pionieren der Veterinärhomöopathie. Johann Elias Veith verschied am 19. Februar 1885 im 97. Lebensjahr, Sterbehaus war der neue Markt 7. Er wurde auf dem Zentralfriedhof bestattet.

Der Professor der Tierärztlichen Hochschule Dr. Johann Csokor war mit der Enkelin Veiths, Emilie Csokor, geb. Müller, verheiratet. Ihr Vater war Dr. Franz Müller, k.k. Regierungsrath und Professor und Studien Direktor an der Tierärztlichen Hochschule.

 

Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker. Fünfter Band,  Berlin – Wien 1934.

Die Tierärztliche Hochschule in Wien. Ihre Geschichte, ihre Institute und Einrichtungen. Im Auftrage ihres Professorenkollegiums verfasst. Von Professor Dr.Gustav Günther. 1930.

200 Jahre Tierärztliche Hochschule in Wien. Festschrift herausgegeben vom Professorenkollegium der Tierärztlichen Hochschule in Wien,  1968.

Thierärztliches Biographisch – literarisches Lexikon der Thierärzte aller Zeiten und Länder, sowie der Naturforscher, Aerzte, Landwirthe, Stallmeister u.s.w., welche sich um die Thierheilkunde verdient gemacht haben. G.W. Schrader G.W., und Eduard  Hering., Stuttgart 1863.


Dr.Christa Mache

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