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Fam.- Forschung - Biographien - Her.-Gen.Ges."ADLER" - Veterinärgeschichte - Wappenkunde - Pferdekunde
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Veith Johann Emanuel  1787 - 1876

Dr. med., Professor am Thierarzney – Institut, Homöopath,  Dr. theol., Domprediger zu St. Stefan, Ehrendomherr zu Salzburg.

 

Johann Emanuel Veith  wurde  am 10.6.1787 in Kuttenplan, (Chodowa Plana)  in Böhmen als Sohn des Rabbiners  Benedikt Baruch Veith geboren, mos., ab 1816 röm.kath.,18.6.1816 getauft in der Karlskirche Wien, Taufpaten waren: Ritter von Scherer  Prof. der Naturgeschichte  und  Prof. Dr. Hartmann, Professor der Pathologie und Arzneimittellehre.

Studium der Medizin in Wien, er promovierte am 27.11.1812, war aber schon 1811 als Pensionär in das Tierarzneiinstitut eingetreten und  wurde 1813 Korrepetitor Zum Zeitpunkt seines Wirkens hieß diese Institution k.k. Thierarzney – Institut. Er war Professor für Pathologie und Seuchenlehre von 1815 – 1821 eben an dieser Anstalt   und trotz seiner Jugend 1816 nach dem Tod von Ferdinand Bernhard Vietz (1815) wurde er Direktor in diesem Institut. Er führte die durchgreifenden Reformen welche Vietz begonnen hatte weiter. Die Studienreform und den Neubau der Tierärztlichen Hochschule fielen in diese Zeit. Er trat 1821  von dieser Stellung zurück und studierte Theologie, trat  den Orden der Redemptoristen bei wurde Domprediger von St. Stephan und wurde als Kanzelredner bekannt. Seine veterinärmedizinischen Werke, es sei nur das „Handbuch der Veterinärkunde“ genannt,  behielten lange  ihren Stellenwert für das Studium der Tierheilkunde. Aber nicht nur medizinische Werke sondern auch homiletische Werke entstammen seiner Feder. Diese aufzuzählen würde den Rahmen der Biographie sprengen.

Auch die Spuren seiner homöopathischen Tätigkeit lassen sich in Wien nachvollziehen, hat er doch die Anstalts  - Apotheke bei den Barmherzigen Schwestern in Gumpendorf eingerichtet.  Als Domprediger zu St. Stefan und als homiletischer Schriftsteller war er weithin bekannt.

Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihm zuteil. Die Ehrendoktorwürde der Universität Prag 1848 und Wien 1851. Die große silberne Salvatormedaille, das Komturkreuz des Franz – Joseph – Ordens und die Ernennung zum Ehrendomherr von Salzburg 1846.

Im fortgeschrittenen Alter erblindet Veith. Er verstirbt am 6.November 1876 in Wien.

Veith ruht gemeinsam mit Günther in einer von Schwarzenberg gestifteten Gruft am Matzleinsdorfer Friedhof, der in wesentlichen Teilen als Gräberhain im Waldmüllerpark heute  noch erhalten ist.

Dr.Christa Mache

 

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